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Die 10 erfolgreichsten Frauen im eSport: Diese eSportlerinnen dominieren

Durch den Siegeszug, den der eSport in den letzten Jahren angetreten hat, sind viele Pro-Gamer mittlerweile zu echten Stars geworden. Dabei fällt auf, dass Frauen im eSport oft weniger Aufmerksamkeit bekommen, wenn es darum geht, welche Spieler in den verschiedenen Titeln dominieren. Trotz dieses Umstandes gibt es einige und vor allem immer mehr Frauen, die im eSport Erfolge feiern konnten und sich mit ihren männlichen Kollegen auf Augenhöhe im Wettkampf messen. In der folgenden Auflistung stellen wir euch die 10 erfolgreichsten Frauen im eSport vor, die in ihren jeweiligen Spielen am meisten erreicht haben.

Welche Kriterien machen den Erfolg im eSport aus?

Als Kriterien, die herangezogen werden, um den Grad des Erfolges der verschiedenen eSportlerinnen zu bewerten, können verschiedene gewählt werden. Da auch die Gewichtung der unterschiedlichen Kriterien frei bestimmt werden kann, ist natürlich klar, dass die folgende Auflistung subjektiv durch den Autor festgelegt wurde. Trotzdem soll nun zumindest dargelegt werden, welche Gedankengänge hinter den Kriterien und ihrer Gewichtung stehen.

  1. Konstanter Erfolg in entscheidender Rolle: Den höchsten Stellenwert hat in dieser Auflistung, wie häufig die eSportlerinnen Bestplatzierungen erreichen konnten, was aber eng damit verknüpft ist, dass sie bei diesen Erfolgen auch in den meisten Fällen die entscheidende Rolle einnehmen mussten. Gewann in einem teambasierten eSport beispielsweise eine Spielerin die meisten Titel, ist jedoch nicht einmal in der Konversation enthalten, wenn diskutiert wird, wer in ihren Teams die wichtigste Spielerin war, profitiert sie von den Titeln im Kontext dieser Liste wenig. Bei eSportlerinnen kommt ein Faktor hinzu, der in unserer Liste der erfolgreichsten eSportler nicht enthalten war: Da es in der Szene der eSportlerinnen häufig Turniere gibt, an denen nur Frauen teilnehmen dürfen, zählen Titel, die ihn solchen Wettkämpfen gewonnen wurden, weniger, da der Schwierigkeitsgrad durch die abgeschwächte Konkurrenz niedriger war.
  2. Größe der jeweiligen eSport-Szene: Eng verbunden mit dem ersten Kriterium ist auch, dass die jeweilige eSport-Szene möglichst populär sein sollte. Durch mehr Wettkämpfe und eine größere Spielerzahl steigt das Niveau in der Szene eines Titels und jene, die dann Erfolge feiern, können mehr Anerkennung verdienen. Auch die Länge der Zeitspanne, in der ein eSport-Titel relevant war, muss beachtet werden, da sie auch entscheidend dafür ist, wie lange dominante Spielerinnen ihr Können zeigen konnten.
  3. Preisgeld: Wie im traditionellen Sport ist auch im eSport mittlerweile viel Preisgeld zu holen. Da finanzielle Gewinne wichtig dafür sind, Erfolg zu bemessen, steht dieses Kriterium an der dritten Stelle.
  4. Popularität: Vor allem in Zeiten der sozialen Medien, in denen Popularität häufig in Partnerschaften mit Prominenten und großen Marken resultiert, kann die Popularität bei der Bewertung von Erfolg nicht mehr ignoriert werden. Dabei sind vor allem die größere Reichweite der Spielerinnen in sozialen Medien, der kulturelle Einfluss und die finanziellen Vorteile, die eine große Popularität mit sich bringt, zu beachten.

10. Maureen „Alice“ Gabriella (PUBG Mobile), Preisgeld: $ 68.000 USD

Maureen Gabriella, die unter dem Nicknamen Alice antritt, wurde durch das Spiel PLAYERUNKNOWN’S BATTLEGROUNDS MOBILE ein Star innerhalb der Sphäre des mobilen Gaming, das sich vor allem in Asien riesiger Beliebtheit erfreut und mit vielen Turnieren und Ligen den eSport unterstützt. Mit Millionen an Followern auf großen Plattformen wie Instagram, Twitch und Twitter hat die Indonesierin in Sachen Popularität gegenüber vielen Konkurrentinnen auf dieser Liste einen Vorteil. Wenn die Größe der eSport-Szene diskutiert wird, muss erwähnt werden, dass PUBG Mobile vor allem in Asien bekannt ist und deswegen keine wirklich globale Popularität im eSport-Bereich erlangt hat. Dagegen muss Alice zugutegehalten werden, dass sie in dieser Szene gegen Gegner aller Geschlechter große Erfolge als Teil eines indonesischen Teams gefeiert hat, das als eines der größten Teams von PUBG mobile gehandelt wird. Ihre immer noch kurze Karriere, im Zuge derer sie erst seit 2019 professionell antrat, macht diese Errungenschaften umso beeindruckender.

9. Ksenia „vilga“ Klyuenkova (CS:GO), Preisgeld: $ 57.000 USD

Ksenia Klyuenkova tritt als vilga in einer eSport-Szene an, die besser ausgebaut ist, als die von PUBG und auch in mehr Teilen der Erde beliebt ist. Schon seit 2009 spielt vilga hier in professionellen Teams, wodurch ihre Karriere bereits deutlich länger andauert als die der Newcomerin Alice. Obwohl sie in den sozialen Medien deutlich weniger einflussreich ist als die junge Indonesierin, ist Klyuenkova durch konstante Erfolge, zu denen zahlreiche Turniersiege gehören, auf dieser Liste einen Platz vor ihrer Kollegin. Als Grund dafür, dass die Russin, die ein echter Veteran im weiblichen eSport ist und trotzdem noch aktiv spielt, nicht noch weiter oben auf der Liste steht, ist anzuführen, dass die meisten dieser Erfolge in Turnieren gefeiert wurden, an denen nur Teams ohne männliche Spieler teilnehmen durften.

8. Tina „TINARAES“ Perez (Fortnite), Preisgeld: $ 66.000 USD

TINARAES tritt in einem weiteren Spiel an, in dem Zielgenauigkeit beim Schießen gefragt ist: Die US-Amerikanerin spielt den Battle Royale-Hit Fortnite und konnte dort mit dem Sieg beim TwitchCon-Turnier TwitchRivals Fortnite Showdown, bei dem sie auch zum Turnier-MVP gewählt wurde, besonders auf sich aufmerksam machen. Seit 2018 spielt Tina Perez professionell in Fortnite, nachdem sie zuvor schon zehn Jahre lang in Call of Duty an Wettkämpfen teilnahm. Derzeit bringt sie ihre Leistungen für die nordamerikanische Organisation Gen G. Esports und spielt dort auch mit ihrem Duo-Partner „maddiesuun“. Dadurch, dass TINARAES sich in Fortnite, einem echten Spielehit durchsetzen konnte und dort mit den besten der Welt mithält, erhält sie den achten Platz.

7. Katherine „Mystik“ Gunn (Call of Duty, Dead or Alive 4, etc.), Preisgeld: $ 123.000 USD

Ähnlich wie TINARAES, die erst nach einer langen Karriere in Call of Duty ihre größten Erfolge mit Fortnite feiern konnte, beweist auch unser siebter Platz, Mystik, dass Karrieren von eSportlerinnen oft einzigartig verlaufen. Nachdem sie in den ersten Jahren ihrer Laufbahn in Dead or Alive 4 schon $ 22.000 USD erspielen konnte, sticht bei Katherine Gunn, mehr als bei jeder anderen eSportlerin auf dieser Liste, ein Erfolg besonders ins Auge: Ganze $ 100.000 USD erhielt die Gamerin 2010 für den Sieg in der Gaming-Reality-TV-Show WCG Ultimate Gamer. Die US-Amerikanerin trat seit 2006 in Dead or Alive an und ist nebenbei noch als Teil der Cosplayer-Community bekannt. Durch ihr hohes Preisgeld und die Popularität, die ihr der Sieg im TV-Format einbrachte, kann Gunn die vorher genannten Kolleginnen ausstechen, wobei fehlende konstante Turniererfolge einer höheren Platzierung im Weg stehen.

6. Rumay „Hafu“ Wang (World of Warcraft, TFT, Hearthstone, etc.), Preisgeld: $ 85.000 USD

Mittlerweile wird klar, dass eSportlerinnen oft ein Talent für das Gaming haben, das sich über weit mehr als einen einzigen Titel erstreckt. Hafu ist für diese Qualität ein besonders gutes Beispiel, da sie ihre Vielseitigkeit schon lange unter Beweis stellt. Ob im MMO World of Warcraft, im virtuellen Kartenspiel Hearthstone oder im taktischen Auto-Battler Teamfight Tactics, stets konnte sie die höchsten Ranglistenplätze erklimmen und in Turnieren die besten Spieler herausfordern. Nebenbei ist sie vor allem auch als Streamer auf Twitch schon seit Langem erfolgreich. Die Popularität, die sie in diesen beiden Sphären erreichen konnte, die Erfolge in diversen Titeln und das dabei stets offensichtliche Talent verhelfen Hafu auf den sechsten Platz. Dass zur eSport-Karriere der Amerikanerin kaum Negativ-Punkte genannt werden können, spricht für die eSportlerinnen, die durch ihre beeindruckenden Erfolge noch höher auf dieser Liste stehen.

5. Ricki „Ricki Ortiz“ Ortiz (Street Fighter, Marvel vs. Capcom), Preisgeld: $ 82.000 USD

Eine weitere eSportlerin, die beweist, dass Frauen in diesem Bereich auch langfristig Erfolge feiern können, ist Ricki „Ricki Ortiz“ Ortiz. Die amerikanische Fighting-Game-Spezialistin tritt seit 2003 regelmäßig in Wettkämpfen an. Den Großteil ihres Preisgeldes konnte sie dabei in Ablegern der beliebten Street Fighter-Serie erspielen, in der sie meist den beliebten Charakter Chun-Li wählte, wobei Ortiz auch in Marvel vs. Capcom Erfolge feiern konnte. Den größten unter diesen Erfolgen stellt der zweite Platz im 2016 Capcom Cup dar, einem Street Fighter V-Turnier, das ihr ganze $ 60.000 USD einbrachte. Da Street Fighter eine populäre Spiele-Franchise ist und Ortiz dort seit sehr langer Zeit gute Leistungen abliefert, hat sie sich den fünften Platz redlich verdient.

4. Nina „Nina“ Qual (StarCraft II), Preisgeld: $ 84.000 USD

Nina Qual konnte ihre Erfolge in Starcraft II feiern, einem Spiel, das im Vergleich zu manchen der vorher genannten Spiele eine wirklich globale eSport-Szene aufweisen kann. Nina, die früher als puCK antrat, gewann in diesem Blizzard-Titel schon seit 2013 Preisgelder und kann so auf eine lange Karriere zurückblicken. In dieser Zeitspanne konnte Qual zehn Turniersiege bei wichtigeren Events feiern, sowie bei zahlreichen kleineren Events triumphieren. Die US-Amerikanerin, die im Spiel die Rasse Protoss ins Feld führt, konnte die meisten dieser Erfolge in nordamerikanischen Events erringen und öfter dadurch die westlichen Fans begeistern, dass sie auch so manchen Spieler aus Korea, der dominanten Macht in Starcraft II, schlagen konnte. Solche Erfolge in einer globalen eSport-Szene bringen Nina den vierten Platz ein, wobei der Umstand, dass die größeren Erfolge sich meist auf amerikanische Turniere begrenzten, die einzigen Abstriche einbringt.

3. Kim „Geguri“ Se Yeon (Overwatch), Preisgeld: $ 73.000 USD

Der Koreanerin Geguri kann man den Vorwurf, dass ihre Erfolge hauptsächlich gegen amerikanische Konkurrenz erreicht wurden, nicht machen. Sie kämpfte sich durch ihre beeindruckenden Fertigkeiten in Overwatch in das Overwatch League-Team Shanghai Dragons. Als einzige Frau einen Platz als Starter in einem Team, das in dieser preisträchtigen und kompetitiven Liga antritt, zu ergattern, zählt zu den beeindruckendsten Errungenschaften auf dieser Liste. Vor allem der Umstand, dass sie sich gegen Anfeindungen durch die Community und durch andere koreanische Profis durchsetzen musste, und letztendlich trotzdem durch ihr eindeutiges Talent jeden von sich überzeugen konnte, sorgt dafür, dass Geguri einen besonderen Platz innerhalb des weiblichen eSport innehat. Durch die Popularität, die sie auf diese Weise erreichte, die konstant soliden Leistungen in der Overwatch League und die Inspiration, die sie ohne Zweifel zahlreichen angehenden eSportlerinnen gab, hat sich Kim Se Yeon den dritten Platz auf dieser Liste verdient.

2. Li „Liooon“ Xiao Meng (Hearthstone), Preisgeld: $ 241.000 USD

Was könnte ein noch weit beeindruckenderer Erfolg sein, als in wöchentlichen Matches zu zeigen, dass man mit den besten Spielern der Welt im beliebten eSport Overwatch mithalten kann? Sich selbst als die Nummer eins der Welt zu krönen! Diese einzigartige Errungenschaft erreichte Li Xiao Meng, die als Liooon antritt, als sie 2019 als erste Frau den Weltmeister-Titel in Hearthstone holte und im gesamten Turnier ungeschlagen blieb. Da sie seit 2018 bis heute regelmäßig ihr Talent beweisen konnte, zeigte sie zudem, dass es sich bei dem Titel nicht um einen einmaligen Erfolg handelte, den sie durch glückliche Umstände erreichen konnte. Mit $241.000 USD ist Liooon weiterhin auf Platz 2 der eSportlerinnen, die am meisten Preisgeld erspielen konnten. Da Hearthstone ein beliebter eSport ist und Liooon durch diesen Triumph an die Spitze der Szene gelangte, sichert ihr der Weltmeistertitel den zweiten Platz und zeigt zudem aufstrebenden eSportlerinnen, dass sie ihren Zielen im eSport keine Grenzen setzen müssen.

1. Sasha „Scarlett“ Hostyn (StarCraft II), Preisgeld: $ 407,000 USD

Auf Platz 1 befindet sich mit Scarlett jedoch eine eSportlerin, die deutlich länger Top-Ergebnisse abliefern konnte. Sasha Hostyn, bekannt als Scarlett, betrat 2011 die Starcraft II-Bühne und machte schnell mit ihrem beeindruckenden Zerg-Spielstil von sich Reden. Durch konstant gute Leistungen, die dazu führten, dass selbst die Koreaner, die in diesem Blizzard-Titel die Szene dominierten, ihr großen Respekt zollen mussten, erreichte sie das höchste Preisgeld unter allen eSportlerinnen. Besonders dadurch, dass sie nicht nur die weibliche Community, sondern neben den bereits genannten Kolleginnen Nina und Ricki Ortiz auch die Trans-Community im eSport vertritt, sind ihre Erfolge zu zelebrieren, da sie beispielhaft für das Potenzial des eSport als moderne Wettkampfform stehen, allen Teilen der Gesellschaft eine gleiche Chance zu geben. Da dieses Potenzial durch die anhaltende Diskriminierung von weiblichen und transsexuellen eSportlerinnen leider noch nicht realisiert ist, können Scarletts Errungenschaften hoffentlich weiterhin die Aufmerksamkeit auf diese Problematiken lenken.

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