SteelSeries AEROX 3 - Gaming Maus 2

SteelSeries AEROX 3 Test: So schlägt sich die federleichte Gaming-Maus

Die SteelSeries AEROX 3 wird als eine der leichtesten Mäuse der Welt beschrieben und in diesem Bericht möchte ich mich mit dem so oder so durchaus spannenden Exemplar eingehend beschäftigen. Was kann die SteelSeries AEROX 3 und wie liegt diese unglaublich leichte und flinke Maus in der Hand?

Kurz nach Weihnachten 2021 trudelte bei mir ein Päckchen ein, auf das ich gespannt gewartet hatte. Der Inhalt: Die AEROX 3 von SteelSeries, eine der wohl leichtesten Mäuse, die die Gamingwelt zu bieten hat. In Anbetracht der fortwährenden Leichtigkeits- und Geschwindigkeitsdebatten in der Welt der Games und des eSports wollte ich mir diese Maus mal näher anschauen und mir ein eigenes Bild von einer der leichtesten Mäuse machen, die die Gamingwelt je gesehen hat.

AEROX 3: Erstkontakt

Kurioserweise wird die AEROX 3 Maus in einer unglaublich robusten Verpackung geliefert, die selbst nicht gerade leicht ist. Vielleicht ist das Absicht, denn öffnet man die Schachtel und begutachtet die auf den ersten Blick zerbrechlich wirkende Maus, bekommt man das Gefühl, dass man dieses Schätzelein auf seinem Weg in die Gamer-Hände gut beschützen muss. Auch der Kontrast zwischen der verhältnismäßig schweren Verpackung und der federleichten Maus wird so richtig deutlich, wenn man die AEROX 3 schließlich aus ihrem gut gepolsterten Käfig befreit.

Die AEROX 3 verfügt über ein abnehmbares Kabel, das in der Verpackung separat beiliegt und sich bei der kurzen Bedienungsanleitung unter der Maus befindet. Das Prunkstück, um das es eigentlich geht, soll beim Unboxing ja schließlich im Mittelpunkt stehen und zur Geltung kommen – tut es!

Selbst das Kabel der SteelSeries AEROX 3 wirkt unglaublich leicht und ist zu den Kabeln, die meine bisherigen Mäuse mit dem PC verbanden, sogar richtig dünn, obwohl es von einem als „Super Mesh“ bezeichneten Material umgeben ist, wie die Verpackung verspricht. Doch dazu später noch mehr.

Die Maus selbst wirkt auf den ersten Blick sehr hochwertig verarbeitet, was bei dem Preis auch zu erwarten ist. Das Design ist abgesehen von dem spannenden Wabenmuster mit RGB-Beleuchtung, ähnlich schlicht wie bei der SteelSeries Prime. Ich spüre, wie ich sie aufgrund ihrer Beschaffenheit mit der wabenförmigen Handauflage, besonders vorsichtig in die Hand nehme, um sie anzuschließen. Angeschlossen ist sie auch ratzfatz. Kabel ran und es erwacht die AEROX 3, in allen Farben des Regenbogens leuchtend, zum Leben, während auf dem PC-Monitor das Pop-up für SteelSeries GG und die Engine erscheint. Mit wenigen Klicks ist die App auch schon installiert und gestattet die Einrichtung und Justierung der Maus. Hier hast du die volle Kontrolle über die Beleuchtung, aber auch über die für das Spiel weitaus interessanteren Faktoren, wie die Tastenbelegung und die CPI.

Die Bedienung der AEROX 3

Die SteelSeries AEROX 3 verfügt über 5 Geschwindigkeitsstufen. In der SteelSeries-Engine kannst du diese Stufen individuell anpassen. Die Werkseinstellung belegt die Stufen wie folgt:

  • Stufe 1 > 400 CPI
  • Stufe 2 > 800 CPI
  • Stufe 3 > 1200 CPI
  • Stufe 4 > 2400 CPI
  • Stufe 5 > 4500 CPI

Die Werte lassen sich – wie erwähnt – aber individuell an die eigenen Vorlieben anpassen und bis auf maximal 8500 CPI nach oben schrauben. Dann geht die Post wirklich ordentlich ab! Auch auf die Beschleunigung und Verzögerung, sowie auf die Polling-Rate lässt sich in der SteelSeries-Engine Einfluss nehmen und mit dem Angle Snapping dürfte vor allem all jenen sogleich ins Auge springen, die ihre Freizeit mit Shootern verbringen.

Wie zuvor bereits angesprochen lässt sich neben der Tastenbelegung auch die Beleuchtung der AEROX 3 in der SteelSeries-Engine anpassen. Hier kannst du dich relativ frei und nach Belieben farblich austoben, wie du es bereits von anderen RGB-Geräten kennst.

SteelSeries AEROX 3 - Gaming Maus 3

SteelSeries AEROX 3: So läuft die Maus

In der Vergangenheit nutzte ich häufig günstige No-Name-Gaming-Mäuse. Maximal rund 30 Euro war ich bereit, dafür auszugeben, was im Nachhinein betrachtet ein großer Fehler war, bedenkt man, wie viel Zeit ich tagtäglich allein schon für die Arbeit vor dem PC sitze. Mit einer kaputten Schulter und einem kaputten Arm stieg ich vor rund einem Jahr ganz langweilig auf eine ergonomische Maus um, die dann auch zum Spielen herhalten musste (zu faul, um immer umzustecken).

Die erste Runde, die ich mit der SteelSeries AEROX 3 drehte, war dann doch recht ungewohnt, aber ich fand mich relativ schnell wieder rein. Ich hatte vor meinem Umstieg auf eine ergonomische Maus schließlich allerhand verschiedene Mäuse bedient.

Ohne mich jetzt direkt in ein Spiel zu stürzen, fielen mir bei der Handhabung der Maus direkt einige Sachen auf:

Positiv

  • Die AEROX Maus wird mit einem Gewicht von 59 Gramm beworben und somit als eine der leichtesten Mäuse der Welt. Ich habe die AEROX 3 nun nicht nachgewogen, kann die Gewichtsangabe aber gut glauben. Die Maus wiegt so gut wie gar nichts.
  • Gewicht wurde unter anderem durch die Wabenstruktur auf der Handauflage und auf Teilen der Tasten 1 und 2 eingespart. Diese Wabenstruktur sorgt zugleich dafür, dass ständig Luft an die Handflächen kommt, was kontaktbedingtem Schwitzen entgegenwirkt und recht angenehm ist.
  • Ich habe relativ grobe Hände mit unglaublich kurzen Fingern. Dennoch liegt die Maus sehr angenehm in der Hand und ich muss nicht die Finger strecken, um ausreichend Kraft auf die Tasten auszuüben. Auch mit großen Händen sollte die Maus noch recht gut zu bedienen sein. Die Tasten lassen sich vorne, mittig und hinten gleichermaßen schnell und leichtgängig betätigen.
  • Dank superglatter Mausskates flitzt die AEROX 3 geradezu über den Untergrund.
  • Nie zuvor habe ich das Kabel einer Maus derart nicht gespürt. Es ist leichtgängig, behindert nicht und in die entgegengesetzte Richtung ist auch kein Zug nötig. Mit der richtigen Anordnung des Setups und dem passenden Untergrund sollte sich die SteelSeries AEROX 3 nahezu wie eine kabellose Maus anfühlen.

Negativ

Die Maus kann ich nicht über alle Maße loben, doch die AEROX 3 hat mich bislang tatsächlich weitestgehend überzeugt, weshalb ich lange überlegen musste, was an dieser Maus negativ ist. Eine Sache wundert mich aber doch sehr und die muss für mich leider auf die Negativ-Liste. Diese führt die Aufzählung an:

  • Die Maus ist leichtgängig, die Tasten lassen sich ohne großen Kraftaufwand effektiv betätigen, aber das Rad zum Scrollen ist im Vergleich dazu ziemlich schwergängig. Zum gemütlichen Scrollen durch die Timelines in den Social Media mag das noch ganz angenehm sein. Wenn es aber schneller gehen muss, bremst das ganz schön aus.
  • Außerdem empfand ich die Maus beim Einsatz im Büro als etwas zu übersensibel. Häufig verklickte ich mich, was mir sonst nicht geschieht. Hier kann man jedoch entgegnen, dass der Haupteinsatzzweck klarerweise nicht auf Büroarbeit, sondern letztlich auf das viel empfehlenswertere Gamen fällt. 😉
  • Mit der Maus selbst hat dieser abschließende Kritikpunkt nichts zu tun, doch der Aufkleber auf der Verpackung wirkt bewusst etwas beschönigt. Beworben wird die Maus mit „vom Hersteller einer der besten leichten Mäuse“ (frei übersetzt, da der Sticker englischsprachig ist). Wer nicht genau hinschaut, liest den Sticker eher als „beste leichte Maus“.

AEROX 3 - Gaming Maus 5

Das Spielerlebnis mit der SteelSeries AEROX 3

Zum Testen nutzte ich die SteelSeries Maus ausgiebig zum Surfen und Arbeiten. Am Wochenende stürzte ich mich dann in ein paar verschiedene Spiele, um zu sehen, wie die Maus hier reagiert. Wie es mir mit der AEROX 3 erging, will ich euch nicht vorenthalten.

Zunächst muss ich nochmals sagen, dass die Maus nur bedingt bzw. mit den entsprechenden Einstellungen wirklich bürotauglich ist. Ich war meist mit 4.500 dpi unterwegs – wie ich es sonst auch bin. Allerdings reagiert die Maus doch sehr (sehr!) empfindlich und das betrifft auch das Klicken und so hatte ich mich mehrfach verklickt, Objekte zu früh losgelassen oder (immer noch/wieder) gehalten und versehentlich verschoben, obwohl das gar nicht vorgesehen war.

Also, ja, man kann mit der AEROX 3 Büroarbeit erledigen, muss sich aber doch sehr umgewöhnen und/oder entsprechende Einstellungen vornehmen, um die Sensibilität etwas runterzuschrauben.

Im Spiel entwickelt die AEROX 3 dann aber ihre wahre Macht und zeigt, dass sie eben keine Büromaus sondern eben eine Spielmaus ist. Die superleichte RGB-Maus von SteelSeries reagiert im Spiel hervorragend. Dabei machte es keinen Unterschied, ob ich in einem First-Person-Shooter unterwegs war oder in einem Action-MMO. Gerade beim Shooter zeigt die AEROX 3 allerdings ihr wahres Potenzial, denn sie ist schnell und dennoch präzise – kurioserweise hätte ich das aufgrund der vorangegangenen Büroarbeit eher weniger erwartet. Die Handhabung im Spiel ließ nicht zu wünschen übrig.

Und die Sache mit dem Gewicht? Die Maus liegt angenehm in der Hand und auch Personen mit kleineren Händen und kürzeren Fingern haben leichtes Spiel. Im Vergleich zur AEROX 3 ist meine ergonomische Maus schon ein Brocken und auch die Unterschiede zu wuchtigen Gaming-Mäusen wie etwa der Roccat Kone fallen sofort auf.

Manch einem mag die AEROX 3 schon fast zu leicht sein, aber das ist am Ende wohl Geschmackssache. Und das bringt uns auch schon zum Fazit.

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SteelSeries AEROX 3: Das Fazit

Ich empfand das Spiel mit der AEROX 3 von SteelSeries als sehr angenehm, was vor allem zwei Faktoren geschuldet war: 1. Das offene Wabendesign wirkt schwitzigen Händen entgegen. Gerade im Sommer stelle ich mir das angenehm vor. 2. Die Maus flitzt beim Spiel gerade so über das Mauspad. Leider hat sich Punkt 2 für Büroarbeiten als weniger tauglich herausgestellt und die Leichtigkeit der Maus ist natürlich Geschmackssache – in jedem Fall aber gewöhnungsbedürftig.

Insgesamt ist die SteelSeries AEROX 3 eine hervorragende Maus und ein wahres Fliegengewicht. Ich kann mir durchaus vorstellen, künftig mit der AEROX 3 zu spielen, während ich bei Büroarbeiten der Ergonomie Vorrang gebe.

 

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