MSI 2021 Recap: League of Legends Turnier

MSI 2021 Recap: Gewinner, Verlierer und Überrschungen

Da das MSI 2021, das wichtigste Turnier des Jahres nach dem World Championship, nun vorbei ist, kann Bilanz gezogen werden. Welche Teams haben League of Legends dominiert oder überrascht? Welche haben die eigenen Erwartungen und die der Fans nicht erfüllen können? Welche der Spieler haben die Narrativen des Turniers geprägt? Diese verschiedenen Fragen wollen wir hier klären.

MSI 2021 Gewinner

Klar ist, dass der Turniersieger Royal Never Give Up (RNG) aus der chinesischen LPL natürlich als der Gewinner des Events festgestellt werden kann. Das Team, das im Gegensatz zu den zwei Teams, die für China Worlds gewinnen konnten, keine koreanischen Sololaner hat und nur aus chinesischen Spielern besteht, konnte Damwon KIA (DK), die Gewinner des Worlds 2020 im Finale schlagen. Somit wurden die Hoffnungen der koreanischen Fans, dass DK eine neue Ära der Dominanz ihrer Region einläuten könnte, nicht erfüllt. Die Frage, welche Region nun die besten Teams stellt, ist somit wieder völlig offen, weshalb einem spannenden Worlds 2021 entgegengeblickt werden kann.

Auch Mad Lions aus Europa sollte nicht unerwähnt bleiben. Enttäuschte man die Fans beim letzten Worlds noch, als man schon vor der Gruppenphase ausschied, konnte man nun, obwohl der Kader mit dem deutschen Support Norman „Kaiser“ Kaiser noch eher jung ist, eine deutliche Verbesserung zeigen, indem man in der Gruppenphase die späteren Sieger RNG besiegte und im Halbfinale gegen DK nur knapp mit 2:3 ausschied. Vor allem Botlane-Spieler Carzzy konnte nach eher durchwachsenen Leistungen in den europäischen Playoffs beim MSI überzeugen.

Als Spieler müssen Xiaohu und Gala als deutliche Gewinner hervorgehoben werden. Xiaohu, der ja erst dieses Jahr aus der Midlane in die Toplane gewechselt war, kam mit einigem Hype ins Turnier, war jedoch, auch weil er im Finale der chinesischen Liga streckenweise dominiert wurde, noch nicht vollständig als die Art Elite-Toplaner etabliert, die auch international die Nerven behalten konnte. Mit starken Leistungen während des Lanings und gewohnt solidem Teamfighting konnte er Zweifler jedoch überzeugen. Teamkollege Gala, der schon im angesprochenen Finale der Heimregion eine tragende Rolle übernahm, bestätigte dazu diese Leistung beim MSI und war wiederum der Mann im Mittelpunkt. Obwohl die deutliche Präferenz für Champion Kai’Sa sich hier fortsetzte, weshalb eine Abhängigkeit von der richtigen Meta nicht vollständig ausgeschlossen werden kann, konnte er vor allem in den wichtigen Momenten immer wieder glänzen.

MSI 2021 Recap: League of Legends in Action.

MSI 2021 Recap: Mehrere Gewinner, wenige Verlierer im großen League of Legends Turnier.

MSI 2021 Verlierer

Als klare Verlierer müssen Cloud9 und die nordamerikanische Region herausgestellt werden. Mit einem Budget, das nur von der chinesischen Liga übertrumpft wird, konnte man auch dieses Mal vor Saisonstart weitere Starspieler importieren. Trotzdem erreichte das Team nicht die Knockout-Phase des Turniers und musste Partien an Teams aus Regionen wie Japan und Ozeanien abgeben. Als Hoffnungsschimmer kann betrachtet werden, dass man im Turnierverlauf auch Siege gegen beide späteren Finalisten DK und RNG holen konnte. Dass das PCS-Team PSG-Talon, dessen begrenzte finanzielle Mittel allein einen riesigen Nachteil zu den amerikanischen Repräsentanten darstellen, Cloud9 die Knockout-Phase verwehrte, fügt jedoch ein weiteres Kapitel zu der durchwachsenen Historie der Region bei internationalen Events hinzu. Wie bereits erwähnt hat das Turnier auch für die koreanischen Repräsentanten nicht den erhofften Erfolg gebracht. Dennoch kann DK, nachdem in den letzten Jahren Korea meist schlechtere Leistungen als die chinesischen Nachbarn zeigte, schwerlich als ein Verlierer bezeichnet werden, was auch mit dem Abgang von Star-Toplaner Nuguri zusammenhängt

Unter den Spielern kann dagegen nur DK-Support Beryl als Verlierer genannt werden, da in den meisten Fällen einzelne Spieler nicht deutlich unter dem Erwarteten zurückblieben. Auch wenn er in keinem Fall einer der schlechtesten Supports des Turniers war, konnte man dennoch schnell erkennen, dass die meisten Niederlagen seines Teams mit der inkonstanten Leistung des Koreaners eng verbunden waren.

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Unerwartete Überraschungen

Als die klare Überraschung des Turniers ist PCS-Repräsentant PSG-Talon zu sehen. Nach den Leistungen in vergangenen internationalen Turnieren und der Bekanntgabe, dass der eigentliche Botlaner Unified vom 18-jährigen Doggo als Notfallersatz ersetzt werden musste, waren die Erwartungen zwar nicht niedrig, einen Platz in der Knockout-Phase trauten dem Team trotzdem nur wenige zu.

Die vier Taiwanesen und ihr koreanischer Jungler schafften diese Hürde jedoch mit deutlichem Abstand und konnten selbst im Halbfinale gegen die späteren Turniersieger ein Spiel des Best-of-Fives für sich entscheiden. Ausgerechnet der unerfahrene Ersatzmann Doggo stach hier besonders hervor und macht mit starkem mechanischen Teamfightung und vielen 2-gegen-2-Kills während des Lanings von sich Reden.

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