Minecraft als eSport: Bisherige Versuche und zukünftige Möglichkeiten

Minecraft als eSport: Bisherige Versuche und zukünftige Möglichkeiten

Minecraft stellt eine der größten Erfolgsgeschichten der Gaming-Branche in der jüngeren Vergangenheit dar, wie bereits auf eSportsGear berichtet wurde. Als es 2009 als Indie-Spiel von Markus Persson veröffentlicht wurde, konnte keiner ahnen, wie viele Gamer von der Idee des Schweden in der Zukunft begeistert werden würden und wie lange der Erfolg des Open-World-Spiels anhalten würde. Riesige Bauwerke und Gegenstände aus der Popkultur wurden durch die Spielergemeinde, die als eine wirklich globale bezeichnet werden kann, erschaffen, verschiedene Spielmode erstellt.

Minecraft ist zudem sowohl auf dem PC als auch auf Konsolen wie der Xbox, der Playstation, der Nintendo Switch und außerdem auf Android und iOS verfügbar. Weiterhin werden Inhalte zum Spiel auf Plattformen wie YouTube immer noch von einer großen Zahl an Interessierten geklickt. Auch in der Streaming-Sphäre, die immer mehr dabei eine Rolle spielt, wie viele neue Spieler angeworben werden können, ist Minecraft konstant relevant geblieben. In einem anderen wichtigen Sektor der Gaming-Welt ist Minecraft allerdings bisher nur verhalten in Erscheinung getreten: Im eSport. Doch gerade in diesem Bereich könnte sich nun etwas ändern.

Minecraft als eSport: Kann das funktionieren?

Viele werden sich nun schnell fragen, wie das Spiel Minecraft überhaupt als eSport funktionieren kann. Schließlich wird es vorwiegend als PvE, also Player versus Environment, im Gegensatz zum PvP, Player versus Player, gespielt. Spieler sammeln Rohstoffe, bauen Unterkünfte, Werkzeuge und andere Gebrauchsgegenstände und setzen sich gegen Gegner zur Wehr. Alternativ bauen Spieler oft auf privaten Servern Gebilde nach ihren Vorstellungen. Minecraft konnte in der Vergangenheit jedoch trotzdem auf verschiedene Weisen in den eSport vorstoßen.

Diese Vorstöße kamen in der Form verschiedener Formate, die Wettbewerb zwischen Spielern besser ermöglichen sollten. Auf bestimmten PvP-Servern wurde der Kampf zwischen Spielern ermöglicht und somit auch dem eSport in Minecraft der Weg geebnet. 2019 wurden weiterhin vom kontroversen Youtuber Keemstar wöchentliche Turniere ausgerichtet, in denen sich Spielerpaare in Minispielen messen mussten, die verschiedene Fertigkeiten prüften: Die Minecraft Mondays. Die Kontrahenten bestanden hier allerdings nicht nur aus den besten Spielern innerhalb der Community, sondern zu einem Teil auch aus populären Szenefiguren. Beide Versuche scheiterten jedoch schließlich, was auch damit zusammenhängen könnte, dass das Entwicklerstudio Mojang weder monetär noch durch das Veröffentlichen eSport-freundlicher Modi Unterstützung anbot.

Die kompetitiven Szenen von erfolgreichen eSport-Titeln wie League of Legends und Overwatch haben aber gezeigt, dass es große Vorteile bringen kann, wenn die Entwickler an dieser Stelle aktiv mitwirken. Allerdings haben auch diese Spiele gezeigt, wie wichtig anhaltender Erfolg im Streaming-Raum für den eSport sein kann. Hier kann Minecraft als eSport vielleicht Chancen finden.

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Method und Noxcrew: Frischer Wind für den Minecraft-eSport?

Zwei Organisationen haben jetzt allerdings wieder gezeigt, dass noch immer versucht wird, Minecraft auch im Bereich eSport zu etablieren. Noxcrew organisiert seit kurzem den MC Championship, der in diesem Jahr zum zweiten Mal ausgetragen wurde. Die Turnierserie benutzt, wie die Minecraft Mondays zuvor auch, ein Minispiel-Format, lässt hier jedoch nur wirkliche Profis antreten. Die Gestaltung der Turniere wird außerdem stark durch das Community-Feedback beeinflusst. Method, eine Organisation, die vor allem in World of Warcraft Bekanntheit erlangt hat, will anfangs Speedrunning-Events in den Mittelpunkt stellen, in denen es darum geht, bestimmte Herausforderungen in einer möglichst kurzen Zeit zu meistern.

Gibt es also Anlass, an eine Zukunft von Minecraft im eSport zu glauben? Am 26. Juni 2021 veranstaltete Noxcrew das MCC PRIDE 2021, ein Event, bei dem Geld für wohltätige Zwecke gesammelt wurde und konnte damit 350.000 USD an Spendengeldern generieren. Die Organisation Method, die 2005 gegründet wurde, kann dazu mit ihrer langjährigen eSport-Erfahrung möglicherweise weitere positive Impulse setzen. Entwicklungen wie diese sorgen dafür, dass optimistisch in die Zukunft von Minecraft-eSport geblickt werden kann.

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