Netflix greift nach dem Gaming - bald mit neuen VR-Erlebnissen?

Gaming für Kunden gratis: Netflix greift nach dem Videospiel-Sektor

Der Streaming-Sektor ist hart umkämpft. Gab es vor einigen Jahren nur Netflix und das relativ dünne Angebot von Amazon Prime Video mit nur wenigen Amazon-Eigenproduktionen, wird der Markt inzwischen von Streamingdiensten beherrscht – und es werden gefühlt jede Woche mehr. Längst ist ein regelrechter Streaming-Krieg ausgebrochen und der schlägt jetzt eine äußerst interessente Richtung ein.

Netflix stürzt sich aufs Gaming

Netflix ist einer der Platzhirsche in Sachen Streaming. Dennoch bezog in den vergangenen Monaten auch Netflix ordentlich Prügel. Wollte man es sich zunächst nicht eingestehen, gerät man jetzt eben doch unter Druck. Die Konkurrenz wird immer stärker, der Kampf um die Zuschauerschaft immer härter.

Deshalb müssen auch die Verantwortlichen bei Netflix schauen, wo sie bleiben – und kündigen an, künftig auch in Sachen Gaming mitzumischen. Wann genau man gedenkt, das Portfolio um Videospiele zu erweitern, bleibt zunächst offen. Offiziell äußern möchte man sich zu der Sache auch nicht so direkt. Berichten von Bloomberg zufolge, hat Netflix jedoch Mike Verdu angeheuert.

Verdu ist im Bereich PC- und mobile Gaming beheimatet und wird bei Netflix die Position des Vize-Präsidenten der Videospielentwicklung bekleiden. Zuvor arbeitete er unter anderem bei Zynga, Facebook, Electronic Arts und weiteren Tech- und Spielekonzernen.

Schon zuvor hatte sich Netflix am Bereich Gaming versucht. Mit interaktiven Serienepisoden und Filmen wollte man das Publikum – in vielen Fällen erfolgreich – mit in die Handlung einbeziehen.

Netflix: Videospiele gratis für Abonnenten

Was zunächst dennoch als Gerücht eingestuft worden war, bestätigte Netflix jüngst selbst durch die Vorlage eines Finanzberichts. Diesem zufolge werden die Netflix-Verantwortlichen in Zukunft tatsächlich stark aufs Gaming setzen. Zumindest vorerst sollen dafür auch keine Zusatzkosten anfallen. Die Gamingsparte werde Teil des bestehenden Abonnements sein, mit dem Betrag, den die Abonnenten ohnehin schon entrichten also abgegolten sein.

Doch wie darf man sich vorstellen, was Netflix hinsichtlich des Gamings plant? Der Bericht deutet an, dass explizit kein Konkurrenzprodukt zum Game Pass, Google Stadia oder Amazon Luna aufgebaut werden soll. Stattdessen scheint man auf das setzen zu wollen, was man bereits kennt, also Tie-ins zu im Angebot befindlichen Filmen und Serien, wie das interaktive Black Mirror: Bandersnatch. Wie weiter oben bereits angedeutet, konnten hier die Zuschauer selbst Einfluss auf den weiteren Verlauf der Handlung nehmen.

Wer auf große Shooter, MMORPGs und dergleichen wartet, dürfte also enttäuscht sein. Auch die Möglichkeit, via Netflix in den eSport einzusteigen, dürfte gering sein. Womöglich wird uns Netflix aber auch noch mit der einen oder anderen Überraschung eiskalt erwischen.

Angebot
MASS EFFECT Legendary Edition - [Playstation 4,...
  • Kompatibel mit der neuen PlayStation 5
  • Mass Effect Legendary Edition umfasst Einzelspieler-Basisinhalte für alle drei Spiele und...
  • Deine Entscheidungen werden fließend von Spiel zu Spiel übernommen. Jede Entscheidung,...
  • Erstelle und individualisiere deinen eigenen Charakter, vom Aussehen und seinen...

Netflix unter Druck

Aus dem besagten Finanzbericht geht auch hervor, dass Netflix immer stärker unter Druck gerät. Finanziell darf sich der Streamingdienst zwar weiterhin über Milliardenbeträge freuen, doch es wird immer schwieriger, neue Abonnenten zu finden.

Auf dem deutschsprachigen oder europäischen Markt mag dies noch nicht ganz so offensichtlich sein. Gerade in den USA herrscht aber ein wahrer Streaming-Krieg. Neben Netflix, Amazon Prime Video und Disney+ liefern auch die Streamingdienste Peacock und HBO Max mächtig Content-Nachschub. Letzterer will über die kommenden Jahre hinweg auch international immer mehr Märkte in Beschlag nehmen. Schon Ende 2021 oder Anfang 2022 könnte HBO Max zum Beispiel auch in Deutschland, Österreich und der Schweiz an den Start gehen. CBS All-Access wurde in den USA zum noch größeren Paramount+ umstrukturiert.

In der Vergangenheit nahm Netflix deshalb schon einige Kurskorrekturen vor. So setzt man bei Netflix zum Beispiel stark auf regionale Angebote. Einige Filme und Serien werden explizit in und für bestimmte(n) Regionen der Welt geschaffen, darunter befindet sich der arabischsprachige Raum ebenso wie der asiatische Raum. Mit Blockbustern, wie z.B. vor kurzem Army of the Dead, versucht man unterdessen Prestigeprojekte anzubieten, die nicht nur bestehende Netflix-Abonnenten erfreuen, sondern auch den ein oder anderen Neukunden einbringen. Dennoch wird die Luft für Netflix immer dünner und irgendwann – so wirst du beim Blick aufs Konto vielleicht auch schon festgestellt haben – ist das Budget für Streamingdienste eben auch mal erschöpft.

Auf welche Streamingdienste setzt ihr aktuell? Oder würde besagte Gaming-Sparte Netflix für euch attraktiver machen?

Anzeige

Keine Kommentare vorhanden

Verfasse einen Kommentar