EU-Parlamentarier Axel Voss will YouTube abschaffen

Abschaffung von YouTube laut EU-Parlament Chefverhandler möglich

Das Thema EU-Urheberrechtsreform und Upload-Filter nimmt neue Dimensionen an: Der konservative Chefverhandler des EU-Parlaments Axel Voss hält die Abschaffung von YouTube für möglich.

Axel Voss, konservativer EU-Abgeordneter und Chefverhandler in Sachen Urheberrechtsreform für die Europäische Union hält eine Einschränkung der Meinungsfreiheit in der EU für denkbar. Konkret hält er es nicht für unmöglich auch YouTube einfach abzuschaffen.

Mit diesem Vorhaben würde nicht nur ein enormes Spektrum an Wissen, Tutorials und täglicher Unterhaltung verloren gehen. Auch engagierte Let’s Player und Gamer haben sich über viele Jahre hinweg eine Existenz aufgebaut, die uns tagtäglich begeistert.

Jegliche Einschränkung von Meinungsfreiheit empfinden wir bestenfalls als unprofessionelle Vorgehensweise eines Politikers. Eine konservative Ansicht und Absicht mit dermaßen weitreichenden Folgen nicht nur für die Gaming-Branche, sondern für den Alltag von Millionen Menschen leichtfertig zu begründen, ist daher bedenklich.

Kein Wunder, dass sich der Widerstand gegen Artikel 13, die geplanten Upload-Filter des EU-Parlaments regt. Experten sagen auch für die kommende EU-Wahl voraus, dass diese Datenschutz- und Meinungsfreiheitsthemen eine wichtige Rolle spielen werden. Die Auswirkungen von diesen Ausgängen sind sehr weitreichend. Sollten Upload-Filter eingeführt werden, wird das zu deutlich weniger Onlineinhalten führen, egal in welcher Form. Das ist keine Übertreibung sondern schlichtweg Fakt. Denn das bedeutet, dass jedes Unternehmen Content zunächst prüfen muss, bevor er live geschalten wird. Das gilt sowohl für Textkommentare, Bilder als auch Videos. Geprüft soll dabei ein möglicher urheberrechtlicher Verstoß werden.

Um den Bogen zur Gaming-Community zu spannen ist folgendes festzuhalten: Wir alle wollen miteinander Spaß haben und unterhalten werden. Dabei helfen Spiele, aber auch frei zugängliche Plattformen wie YouTube. Entweder aktiv um sich eine Einkommensquelle aufzubauen oder passiv, um Inhalte zu rezipieren, sich weiterzubilden oder schlichtweg den Entertainment-Faktor zu nutzen, den die Menschheit ebenso verdient hat und als positiven Ausgleich im Alltag benötigt, wie Nahrungsmittel und Sauerstoff. Die Abschaffung von YouTube oder anderen Video- und Streaming-Pportalen ist daher als Rückschritt zu erachten, der weder technisch, noch gesellschaftlich vorteilhaft ist.

Wer den sich regenden Widerstand gegen diese geplante Maßnahme unterstützen möchte, kann das bei diversen Aktionen zum Ausdruck bringen. Besonders erfolgreich ist Pledge 2019, eine Website, die Kontaktdaten der EU-Parlamentarier zur Verfügung stellt, um sich mit ihnen in Verbindung zu setzen und davon zu überzeugen, dass ein gemeinsames Ziehen am Strang besser ist, als Einschränkungen an der Meinungsfreiheit vorzunehmen.

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