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eSports trotz Corona: Findet ein Umdenken in der Gesellschaft statt?

Die Corona-Pandemie war auch für eSportler und Fans der eSports-Szene mit zahlreichen Absagen verbunden. Doch aus dieser Pandemie könnten auch neue Chancen entstehen.

Die vergangenen Monate haben uns in vielen Bereichen des Lebens auf eine harte Probe gestellt. Die einen spüren die Konsequenzen der Einschränkungen im Job, die anderen in der Freizeit. Manche leider auch in beiden Bereichen.

Auch vor den eSports machte Corona nicht Halt. Für viele Außenstehende mag das erstmal befremdlich klingen. Am PC oder der Konsole zu zocken, sollte doch auch in Isolation möglich sein. Ist es selbstverständlich auch. Aber wer die Stimmung bei eSports-Events kennt, die das krasse Gegenteil von Isolation darstellen, wird besagte Außenstehende schnell eines Besseren belehren. eSports-Events leben von Menschenmassen, die sich für die Games und die Teams begeistern. Denn auch wenn während der letzten Monate Spiele wie Fall Guys oder Among Us online immens hypten, hilft das dem eigentlichen Gedanken von eSport nur bedingt.

Absage des The International 2020

Das tat weh. Für viele ist The International das eSport-Event aller eSport-Events. Obwohl die Absage natürlich aus verständlichen Gründen kam und man kein Risiko in Sachen Corona eingehen wollte, zeigten sich viele eSportler und ihre Fans enttäuscht ob der Absage von The International 2020.

Wie im Frühsommer bekanntgegeben wurde, soll The International 2021 nachgeholt werden. Und man zeigte sich relativ optimistisch. Das Turnier, bei dem regelmäßig gewaltige Gewinnsummen locken, könnte bereits im Januar oder Februar 2021 mit der Wettkampfsaison beginnen. Das würde bedeuten, dass die erste Phase der Liga beendet wäre, wenn weltweite Reisebeschränkungen nach und nach gelockert werden und die internationalen Dota 2-Helden wieder reisen dürften. Läuft alles nach Plan, soll das große Finale des The International 2021 im August in Stockholm ausgetragen werden, um das beste Dota 2-Team der Saison zu küren.

Dota 2 - The International musste während Corona pausieren

Was Corona für den eSport bedeutet

Eine Absage wie die des The International lässt natürlich bereits erahnen, dass auch die eSport-Branche von der Corona-Pandemie ordentlich durchgeschüttelt wurde. Bereits über den Sommer 2020 wurde immer wieder berichtet, dass die Nutzerzahlen in die Höhe schnellten. Mehr und mehr Menschen verbrachten ihre Freizeit in ihren eigenen vier Wänden, saßen vor PC oder Konsole und zockten im Alleingang oder online gegen andere. Auch das Streaming weckte vieler Interesse. Und doch hat die Pandemie negative Folgen für den eSport.

Wie Sebastian Steinbach vom game schreibt, könne sich eine gestiegene Nutzung nicht direkt in parallel dazu steigende Umsätze übersetzen lassen. Er fasst zusammen, dass die wirtschaftlichen Folgen der Pandemie für die verschiedenen Segmente des eSports-Ökosystems sehr unterschiedlich seien. So konnten einige Organisationen ihre Geschäftsaktivitäten zwar fortsetzen oder gar ausweiten, andere mussten ihren Betrieb einstellen oder reduzieren. Hierbei hebt Steinbach vor allem die Live-Events hervor, die derzeit nicht stattfinden könnten. Außerdem sei aufgrund der schwierigen wirtschaftlichen Situation in Folge der Pandemie die Bereitschaft, für eSports-Content zu zahlen, nicht annährend so stark gestiegen wie die Nutzerzahlen.

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eSports und Corona: The Show Must Go On

Dennoch sieht die Welt im eSport nicht ganz finster aus. Auch Steinbach schließt, dass die Branche recht gut durch die Krise gekommen sei. Das führt er auf den dynamischen und innovativen Charakter zurück.

Tatsächlich konnte man sehen, wie manch ein Turnier äußerst schnell reagierte. Statt Live-Events abzuhalten, wurden Online-Events veranstaltet, die ein Fortbestehen ganzer Ligen ermöglichten. Sowohl bei der Intel Extrem Masters Global Challenge, als auch bei ESL One Germany wird derzeit online gezockt. Bei letzterem lässt sich auch das Preisgeld sehen. Insgesamt werden 400.000 US-Dollar vergeben. Allein der Gewinner nimmt 150.000 US-Dollar mit nach Hause. Gar nicht schlecht für ein lediglich online abgehaltenes Turnier – wenngleich das Sümmchen mit den Preisen von The International & Co. natürlich nicht mithalten kann.

Beste Gaming-Headsets im Vergleich

eSport: Immer schön positiv denken

Ja, es mag abgedroschen klingen. Doch gerade im Bereich eSport kann man sich hinsichtlich Corona auf das Positive konzentrieren. Wann es mit großen Live-Events einschließlich Tausenden von Zuschauern wieder losgeht, kann natürlich keiner sagen. Aber der eSport könnte durch die Pandemie in der Gesellschaft endlich die Rolle einnehmen, die sich viele schon lange wünschen.

Wie Felix Falk, Geschäftsführer des game gegenüber der Welt darlegte, sei das Interesse an E-Sport in Zeiten der Corona-Pandemie deutlich gestiegen. Er betont, dass nicht nur die Teilnehmerzahlen von Onlineturnieren durch Ausgangssperren erhöht wurden. Auch im Livestream und im TV stiegen die Zuschauerzahlen bei eSport-Wettkämpfen an. Während sich Falk schon im Sommer sicher war, dass einige Zuschauer auch dann kleben bleiben, wenn der Spitzensport wie gewohnt mit Zuschauermassen ins Stadion zurückkehrt, blieb die Frage zurück, wie es bei den Games aussieht, die nicht auf realem Sport basieren.

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Christopher Falto von der ESL Pro League berichtete hier jedoch ebenfalls Positives. Schon in der Gruppenphase hätte man bei der ESL Pro League im Juli den Rekord der vergangenen Saison geknackt.

eSports-Live-Events: Wie es weitergeht

Wie es weitergeht und vor allem weitergehen kann, ist aktuell unklar und hängt von der Situation ab. Spitzt sich die Lage wieder zu, stehen Live-Events in den nächsten Monaten wohl so schnell nicht mehr auf dem Terminplan von eSportlern und Fans. Wenn es dann aber wieder losgeht, könnten sich viele neue Fans gefunden haben, deren Interesse am virtuellen Sport während der Corona-Pandemie geweckt wurde. Und vielleicht klappt es irgendwann ja sogar noch mit der Anerkennung des eSports als offizielle Sportart?

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