rafikkarten - Crypto-Mining treibt Preise in die Höhe

Crypto-Mining: Werden Grafikkarten jemals wieder günstiger?

Grafikkarten sind teuer. Das ist nichts Neues. Crypto-Mining treibt die Preise für Grafikkarten allerdings seit Monaten in die Höhe. Baust du deinen eigenen Gaming-PC wirst du häufiger lesen, dass rund ein Drittel deines Budgets in eine gute Grafikkarte fließen sollte. Die Grafikkarte ist wirklich nicht das Teil deines Gaming-PCs an dem du sparen solltest. Aktuell kostet eine gute Grafikkarte gut und gerne so viel wie der Rest des PCs. Doch gehen die Preise bald wieder runter? Die Chancen stehen gut!

Crypto-Mining macht Grafikkarten unbezahlbar

In den vergangenen Monaten beobachteten viele Gamer allerdings ein alles andere als erfreuliches Phänomen. Die Grafikkarten-Preise explodierten. Die Freude über brandneue Grafikkarten wie die RTX 3070, die RTX 3080 oder die RTX 3090 von Nvidia oder die RX 66800 XT, die RX 6800 oder die RX 6900 XT aus dem Hause AMD währte nur kurz. Prompt waren die Modelle vergriffen – aber vergleichsweise nur wenige Gamer kamen überhaupt in den Besitz einer solchen Grafikkarte.

Selbst Vorgängermodelle sind inzwischen nur noch schwer zu bekommen. Preislich sind sie häufig über dem Originalpreis zu verorten. Der Grund dafür ist das Crypto-Mining. Vor allem der gewaltige Kursanstieg bei Ethereum, der die Kryptowährung als Möglichkeit des „Geldverdienens“ so interessant macht, ist schuld daran, dass Grafikkarten zur Mangelware geworden sind. Denn deren Rechenleistung benötigst du, wenn du Ethereum ernten möchtest. CPU-Mining-Power ist bei weitem nicht mehr ausreichend bzw. für diese Art von Kryptocoin nicht geeignet, daher müssen die leistungsstärkeren GPUs der Grafikkarten an den Start – so die Devise und damit einhergehend massive Nachfrage und Preiserhöhungen.

Crypto-Mining - Mit dem Anstieg des Ethereum-Kurses explodierten die Grafikkarten-Preise

Ein Problem für Gamer

Wer eine gute Grafikkarte tatsächlich zu ihrem eigentlichen Zweck verwenden möchte, steht vor einem Problem. Nachschub in Form neuer Grafikkarten naht zwar, doch erneut werden dann auch Crypto-Miner die wertvollen Karten ins Auge fassen – und viele Gamer wieder leer ausgehen. Soll das nun ewig so weitergehen?

Wohl kaum. Und das Ende dieser Grafikkarten-Flaute könnte näher als zunächst gedacht sein. Wie das?

Bei Ethereum steht der Umstieg auf das sogenannte ETH 2.0 bevor. Mit diesem Update wird der sogenannte Proof of Work (PoW) durch den Proof of Stake (PoS) abgelöst. Da Grafikkarten lediglich beim Proof of Work-Konzept genutzt werden können und Proof of Stake auf eine völlig andere Funktionsweise zurückgreift, werden Grafikkarten im Crypto-Mining bald obsolet sein. Sehr bald. Denn aktuellen Berichten zufolge soll noch in diesem Jahr damit begonnen werden, das ETH-2.0-Update auf den Markt zu bringen. Der Roll-out steht also kurz bevor.

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Das machen die Grafikkartenhersteller

Die Grafikkartenhersteller haben hier äußerst träge reagiert. Und das auch nicht besonders effektiv. Zwar wurden und werden (vor allem bei den kommenden Modellen) Maßnahmen getroffen, die verhindern sollen, dass Grafikkarten für das Crypto-Mining überhaupt erst attraktiv sind. Diese Maßnahmen lassen sich zumindest teilweise mit ein klein wenig Arbeit und Trickserei aushebeln – wir verraten an dieser Stelle natürlich NICHT, wie es gemacht wird.

Den Gamern ist mit den Tricks der Grafikkartenhersteller also nur bedingt geholfen. Dennoch kannst du vermutlich bald aufatmen. Zwar wird es eine Weile dauern, bis der Roll-out des ETH-2.0-Updates vollständig vollzogen ist. Ist das Update vollständig abgeschlossen, wird Crypto-Minern der Abbau im Reich des Ethereums nicht nur erschwert, sondern hinsichtlich des Einsatzes von Grafikkarten sogar unmöglich gemacht.

Eine weitere angekündigte Maßnahme mancher Hersteller, allen voran Nvidia ist es, künftig eigene Grafikkartenserien nur für Mining, und klassische für Gaming zu produzieren. Wann das aber in die Realität umgesetzt wird und wie das genau aussieht, ist aktuell unbekannt.

Proof of Stake: Das Ende der teuren Grafikkarten-Preise?

Proof of Stake ist ein kompliziertes Verfahren, bei dem ein Algorithmus im Zuge eines zufälligen Wahlprozesses den Validierer für den nächsten Block auswählt. Da dann – neben anderen Faktoren – auch das Vermögen des als Validierer gewählten Knoten (Node) eine Rolle spielt, wird es all jenen ohne oder mit nur wenig Budget oder Kapital schwer gemacht ins System einzusteigen und Blöcke zu bestätigen.

Insgesamt wird Proof of Stake das Thema Kryptowährungen für viele vermutlich deutlich weniger interessant machen. In Kombination mit der Tatsache, dass die Rechenleistung von Grafikkarten hier keine Rolle mehr spielen, ist also abzusehen, dass Krypto-Begeisterte bald von GraKa-Hamsterkäufen absehen werden.

Es gibt also Licht am Ende des Tunnels. Die Chancen stehen gut, dass du bald wieder eine gute Grafikkarte auf dem Markt findest, wenn du eine suchst – und das zu einem erschwinglichen Preis. Und wer gebraucht kaufen möchte, findet womöglich bald so manch eine Grafikkarte auf dem Markt, die zuvor zum Crypto-Mining genutzt wurde. Wer weiß …

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